Warum Vereinszucht? - Norwegische Waldkatzen von Vanessa

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Warum ich mich entschieden habe den offiziellen Weg zu gehen

Mir war und ist es immer sehr wichtig, den richtigen Weg zu gehen. Gesetzlich und auch ethisch.
Eine Tierzucht heißt nicht, einfach Hund mit Hund oder Katze mit Katze zu verpaaren. Es bedeutet Verantwortung. Verantwortung für die Tiere und deren Gesundheit. Auch Verantwortung für die Kitten, dass sie gute gesundheitliche Vorrausetzungen haben und ein gutes zu Hause finden. Nicht umsonst gibt es Gesetze, die leider im Tierbereich oft vergessen werden.
Bevor ich mehr schreibe, möchte ich ein paar Punkte aus dem Tierschutzgesetzt Deutschland zitieren.

§ 11a  
(1) Wer Wirbeltiere
1.nach § 9 Abs. 2 Nr. 7 zu Versuchszwecken oder zu den in § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4, § 10 Abs. 1 oder § 10a genannten Zwecken oder
2.nach § 4 Abs. 3 zu dem dort genannten Zweck züchtet oder hält oder mit solchen Wirbeltieren handelt, hat über die Herkunft und den Verbleib der Tiere Aufzeichnungen zu machen und die Aufzeichnungen drei Jahre lang aufzubewahren. Dies gilt nicht, soweit für Wirbeltiere wildlebender Arten eine entsprechende Aufzeichnungspflicht auf Grund jagdrechtlicher oder naturschutzrechtlicher Vorschriften besteht.
(2) Wer Hunde oder Katzen zur Abgabe oder Verwendung zu einem der in Absatz 1 Satz 1 genannten Zwecke züchtet, hat sie, bevor sie vom Muttertier abgesetzt werden, dauerhaft so zu kennzeichnen, dass ihre Identität festgestellt werden kann; Affen oder Halbaffen müssen nach dem Absetzen oder dem Entfernen aus dem Sozialverband entsprechend dauerhaft gekennzeichnet werden. Wer nicht gekennzeichnete Hunde, Katzen, Affen oder Halbaffen zur Abgabe oder Verwendung zu einem der in Absatz 1 Satz 1 genannten Zwecke erwirbt, hat den Nachweis zu erbringen, dass es sich um für solche Zwecke gezüchtete Tiere handelt und deren Kennzeichnung nach Satz 1 unverzüglich vorzunehmen.

§ 11b   (1) Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten oder durch bio- oder gentechnische Maßnahmen zu verändern, wenn damit gerechnet werden muss, dass bei der Nachzucht, den bio- oder gentechnisch veränderten Tieren selbst oder deren Nachkommen erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.
(2) Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten oder durch bio- oder gentechnische Maßnahmen zu verändern, wenn damit gerechnet werden muss, dass bei den Nachkommen

a)mit Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensstörungen auftreten oder
b)jeder artgemäße Kontakt mit Artgenossen bei ihnen selbst oder einem Artgenossen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führt oder
c)deren Haltung nur unter Bedingungen möglich ist, die bei ihnen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führen.

(3) Die zuständige Behörde kann das Unfruchtbarmachen von Wirbeltieren anordnen, wenn damit gerechnet werden muss, dass deren Nachkommen Störungen oder Veränderungen im Sinne des Absatzes 1 oder 2 zeigen.
(4) Die Absätze 1, 2 und 3 gelten nicht für durch Züchtung oder bio- oder gentechnische Maßnahmen veränderte Wirbeltiere, die für wissenschaftliche Zwecke notwendig sind.
(5) Das Bundesministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates

1. die erblich bedingten Veränderungen und Verhaltensstörungen nach den Absätzen 1 und 2 näher zu bestimmen,
2.das Züchten mit Wirbeltieren bestimmter Arten, Rassen und Linien zu verbieten oder zu beschränken, wenn dieses Züchten zu Verstößen gegen die Absätze 1 und 2 führen kann.

Link: http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html

Diesem Tierschutzgesetz unterstehen wir alle. Ob wir im Verein oder ohne Verein sind.
Bevor wir züchten, sollten wir uns also vergewissern, dass unsere Zuchttiere keine Erbkrankheiten haben. Dieses geht aber nur, wenn man die Ahnen zurückverfolgen kann. Mit einem Stammbaum ist dies möglich. Außerdem sind dazu gezielte Untersuchungen notwendig. Das befürworte ich sehr, da mir das Wohl der Tiere sehr am Herzen liegt.
Ein Verein hat zusätzliche Regeln, die die Tiere die wir züchten wollen schützen. Es soll die Tiere vor Ausbeutung und es soll ihre Gesundheit schützen. Man untersteht im Verein einer gewissen Kontrolle. Man ist bekannt und wird dadurch beobachtet, von Mitzüchtern, vom Verein und auch von den Kittenkäufern. Wenn man im Verein ist, muss man sich an den Vereinsregeln halten. Tut man es nicht und fällt es z.B. einen Kittenkäufer auf, kann er sich an den Verein wenden.
Wenn ein Züchter Mitglied in einem offiziell eingetragenen Verein ist, bietet es also den Tieren Schutz und gibt auch den Kittenkäufer eine gewisse Sicherheit. Das unterstütze ich gern.
Würde ich nur wild drauf los verpaaren, ohne Grundwissen, ohne Ziel und ohne Ordnung, würde ich nur das Tierelend vergrößern. Und das möchte ich nicht. Alles braucht eine gewisse Ordnung und Kontrolle, damit es nicht ausartet.
Vereinszüchter dürfen z.B. auch keine Kitten und Jungtiere an Zoogeschäfte und Tierhändler abgeben. Was ich sehr vernünftig finde. Denn zum einen gehören Tiere nicht in den Laden. Zum anderen fördert es nur die Profitgier und die fördert dann viele unsinnige Verpaarungen. Die Katzen werden viel zu häufig und in viel zu kurzen Abständen eingedeckt, denn die Sorge, dass man für die Kitten kein Zuhause findet, ergibt sich nicht. Schließlich übernimmt der Zooladen gerne die Tiere. Ob angebliche Rassekatzen oder Mischlinge, Hauptsache viele kleine Babys.......alle denken sie nur an den klingelnden Geldbeutel. Was aus den Tieren danach wird, wenn der "Spontankauf Kitten" zu einer "lästigen Katze" wird, kann man sich denken. Die Tiere landen schnell in den Tierheimen. Ob die Tiere gesund sind, interessiert ein Vermehrer auch nicht, denn schließlich übernimmt der Zooladen die Verantwortung dafür. Aus den Augen aus dem Sinn! Mehr zum Thema: Achtung! Zoohandel!!
Natürlich muss jeder selbst entscheiden, welchen Weg er geht. Ich habe mich aber für diesen Weg entschieden.

 
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