Gut sozialisiertes Kitten - Norwegische Waldkatzen von Vanessa

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Katzen sind sehr gesellige Tiere. In ihrer Kittenzeit lieben sie es mit ihren Geschwistern zu toben, schmusen, zanken und raufen. Man kann sie auch beim gemeinsamen Mittagsschlaf eng zusammengekuscheltt beobachten. All das hat einen tieferen Sinn. In den ersten Wochen brauch ein Kitten nur Liebe, Wärme und Milch. Ab der 4. Woche beginnt aber die Sozialisierungsphase. Die kleinen Rabauken lernen durch das Aufwachsen mit ihren Geschwistern das kätzische Miteinander. Dieses ist sehr wichtig, um später mit anderen Katzen kommunizieren zu können. Sie lernen die Katzensprache, lernen ihre Kräfte einzuschätzen und, auch grad in größeren Katzengruppen, mal negative Reaktionen ihrer Artgenossen kennen. Auch mal ein Fauchen oder Knurren werden sie kennenlernen. Und sie erfahren, wie sie richtig darauf reagieren sollten.
Sie lernen jagen und gejagt werden und die Mutterkatze bringt ihren Babys auch den Klogang bei.

In dieser Zeit ist es auch sehr wichtig, dass die Kitten viele Alltagsgeräusche hören und erleben. Staubsaugen,Fönen, Kinder, Musik, laute Geräusche, Autofahren usw. sollte den Kitten gezeigt werden. Katzen lernen hauptsächlich durch das Beobachten von Artgenossen. Allein deswegen ist es sehr wichtig, dass die Kitten möglichst lange bei der Mama bleiben.

Auch müssen wir uns als Züchter viel Zeit zum Schmusen und Spielen nehmen, damit aus den Kitten schmusige stattliche Katzen werden. Auch an die Haarbürste, ins Mäulchen nach Zähne gucken und ans Krallen"schneiden" kann man die Kitten schon gewöhnen.
Diese Zeit ist sehr wichtig und diese Phase darf man auf keinen Fall verpassen. Sollte ein Kitten zu früh von Geschwister und Mutter getrennt werden, kann es auch eine Ursache für spätere Verhaltensstörungen sein, denn es fehlen den Kätzchen die  Interaktionen mit Artgenossen und notwendigen Sozialkontakte.

Diese Sozialisierungsphase endet ca. mit der 12. Woche. Man kann gut beobachten, wie sich die Kitten von der Mutter immer mehr abnabeln. Auch die Mutterkatze sondert sich immer mehr von den Kitten ab. Daher sollten die Kitten niemals vor der zwölften Woche abgegeben werden. Lieber gönnt man dem Kitten 2-3 Wochen länger im Schutz des gewohnten Heimes und bei der Mutter, um Erfahrungen sammeln zu können und ein gutes Imunsystem aufbauen zu können. In dem Alter sind die Kitten auch von der Muttermilch entwöhnt und fressen feste Nahrung.

Wenn die Kätzchen zu früh von der Mutter weggenommen werden, noch bevor sie entwöhnt sind, kann das negative Folgen für ihre spätere Entwicklung mit sich bringen.
Z.B. kann sich bei ihnen der Saugreflex nicht auf natürliche Weise zurückbilden und die Kätzchen „nuckeln“ auch noch im Erwachsenenalter an Stoff  oder an den Fingern oder Ohrläppchen ihres "Dosenöffners" rum.

Wenn man das alles berücksichtigt, wird man auch ein chrakterfestes Kätzchen mit nach Hause bekommen. Also: "Augen auf beim Kittenkauf". Man sollte sich auf keinen Fall ein zu junges Kitten andrehen lassen.

Wir werden uns sehr viel Mühe geben, unsere Kitten richtig zu sozialisieren und ihnen so einen guten Start ins Leben zu geben. Denn schließlich kann dadurch die Katze und ihr neuer "Dosenöffner" viele Jahre glücklich zusammen leben.

 
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